Pressearchiv 2018

Vogelstation aus Tretrapaks

Weinheimer Nachrichten vom 26.10.2018

Die Wölflinge der Pfadfinder auf Tour in der Natur.

Laudenbach. Die Pfadfinder in Laudenbach haben ein Wölflingswochenende in ihren Gruppenräumen veranstaltet. Es zählte zwölf Teilnehmer im Alter von sechs bis neun Jahren. Das Wochenende begann mit dem Einrichten der Schlafplätze und einem gemeinsamen Abendessen. Danach begaben sich die Wölflinge, die jüngsten der Laudenbacher Pfadfinder, mit ihren Leitern auf eine Nachtwanderung. Am Feldweg trafen sie auf die Polizei. Bei dieser spannenden Begegnung durften sich die Kinder den Streifenwageneinmal ganz genau ansehen. Zurück im Gruppenraum stiegen die Wölflinge in ihr Wochenendthema „Vögel“ ein und erfuhren dank dem Löwenzahnfilm einiges über Vögel.

Am Folgetag wurde eine Vogelfütterungsstation gebaut. Dazu wurden Nüsse und Stöcke im Ort gesammelt. Danach ging es zur Vogelschau nach Hemsbach. Dort haben die Kinder noch einiges über Futterstationen und Nistkästen erfahren. Mit diesem Wissen wurde dann mit dem Bauen der eigenen Futterstationen begonnen, die aus leeren Tetrapaks und Kaffeetassen entstanden. Während die Kinder die Tetrapaks erst zu Hause füllen konnten, wurde für die Tassenfüllung das Vogelfutter und die selbst geknackten Nüsse mit Fett vermischt. Diese Futterstationen können die Kinder im Winter zu Hause im Garten aufhängen und dort die Vögel beobachten. Am Sonntagmorgen wurde gepackt und sauber gemacht, dann ging es mit dem Rad nach Hemsbach zum Abenteuerland-Gottesdienst.

Die „Wölflinge“ sind Mädchen und Jungen von der ersten bis zur vierten Klasse:; sie treffen sich mittwochs von 15.30 bis 17 Uhr im Pfadfinderraum im katholischen Gemeindezentrum, Untere Straße 26,in Laudenbach.

Eigenes Spiel ausgedacht

Weinheimer Nachrichten vom 02.06.2018

40 Laudenbacher Pfadfinder beteiligten sich am großen Pfadfinderlager in Westernohe. Bild: Pfadfinder

Laudenbach. Die Laudenbacher Pfadfinder hatten im Bundeszentrum in Westernohe erlebnisreiche Tage. Zu diesem großen Pfadfinderlager mit rund 4000 Pfadfindern aus ganz Deutschland und einigen ausländischen Gästen machten sich knapp 40 Laudenbacher auf den Weg. Während die jungen Pfadfinder in der neuen Biberstufe einiges über Feuermachen und Tierspuren lernten, erfuhren die Wölflinge im Spiel, wie die Pfadfindermethodik der Groß- und Kleingruppe funktioniert. Außerdem wurden im Wölflingszelt Taschenbedrucken, Airbrush und Buttons basteln angeboten.

Die Jungpfadfinderstufe war dazu aufgerufen, das Koboldland zu retten. Das Stufenmaskottchen brauchte Hilfe, um das Koboldland wieder komplett abenteuerlich blau zu verfärben. Hierzu mussten in Teams knifflige Aufgaben gemeistert werden. In der Pfadfinderstufe hieß es: Wagt es, die neue und aufregende ESCAPE-Jurte kennenzulernen. Hier mussten sich die Pfadfinder zum Lösen kniffliger Aufgaben auch aus virtuellen Räumen befreien. Weitere sehr beliebte Workshops waren das Geocachen und Herstellen von Leuchtklammern. Im internationalen Dorf wurde einiges geboten: Crêpes aus Frankreich, polnische Suppe mit Weißwürsten, bolivianisches Essen bei den „Open Pots“ und Gruppenstundenspiele aus Südafrika. Zu zwei großen Aktionen kamen alle Pfadfinder in der Arena zusammen: Am Samstagabend zum Konzert der Band „Captain Disco“ und am Sonntagabend zum Gottesdienst mit Weihbischof Gerber aus Freiburg und anschließendem großen Campfire-Abend, zu dem viele Beiträge zum Zuhören, Anschauen und Mitmachen auf der Bühne präsentiert wurden. Da die meisten Pfadfinder bereits am Pfingstmontag die Heimreise antraten, waren die Laudenbacher für den Rest der Woche fast alleine auf dem Platz.

Während der Woche stellten die Jüngsten der Laudenbacher das selbst ausgedachte „Pfadopoly“, ein Spiel in Anlehnung an den Spieleklassiker Monopoly, fertig. Des Weiteren setzen sie sich mit dem Thema Mülltrennung und Müllvermeidung auseinander. Um das Recyclingabzeichen zu bestehen, mussten die Wölflinge nicht nur theoretische Fragen beantworten, sondern auch den Spielplatz vom Müll befreien, welchen sie anschließend richtig sortieren mussten. Die Jungpfadfinder führten ihr Gruppenstundenthema fort: Knotenkunde. Hierzu stellten sie unter anderem ein Knotenbrett mit den wichtigsten Knoten her. Außerdem führten sie ein stufeninternes Lebend-Kickerturnier durch. Um das Essgeschirr und Besteck richtig aufbewahren zu können, bemalten die Laudenbacher Stoffbeutel und Schlampermäppchen. Außerdem wurde viel gespielt, unter anderem auch mit einem anderen Pfadfinderstamm. Das abendliche Lagerfeuer mit Gesang zur Gitarrenmusik gehört selbstverständlich zu jedem Pfadfinderlager dazu. Am Sonntag hieß es dann Abbau und Abschied nehmen.

Sollte jemand Interesse haben, kann er in einer der nächsten Gruppenstunden vorbeischauen: Wölflinge (1. bis 3. Klasse): Mittwoch 15.45 bis 17.15 Uhr; Jungpfadfinder (ab 4. Klasse): Donnerstag 18. bis 19.30 Uhr; Pfadfinder (ab 13 Jahre): Mittwoch 19 bis 20.30 Uhr Die Gruppenstunden finden alle in den Pfadfinderräumen (Kellerräume der katholischen Kirchengemeinde in der Unteren Str. 26) statt.

Unermüdlich für Gerechtigkeit

Weinheimer Nachrichten vom 08.02.2018

Die jüngeren Wölflinge der Laudenbacher Pfadfinder besuchten die Robin Hood-Ausstellung in Speyer.

Laudenbach. Während sich die älteren Wölflinge der Laudenbacher Pfadfinder in den letzten Wochen intensiv auf ihr Wölflingsversprechen vorbereitet haben, erfuhren die jüngeren Wölflinge einiges über Robin Hood. Zum Abschluss der beiden Projekte veranstalteten die Wölflinge mit ihren beiden Gruppenleitern Natascha und Christian eine Übernachtung im Gruppenraum mit einem Besuch der Ausstellung „Robin Hood“ im historischen Museum in Speyer und einer Versprechensfeier.

Robin Hood – dieser Name steht wie kein anderer für Mut, Gemeinschaft und die Hoffnung, dass am Ende das Gute siegt. Gemeinsam mit seinen Gefährten setzt sich Robin Hood unermüdlich für Gerechtigkeit ein. Gutgelaunt und listenreich gelingt es ihm und seinen Freunden immer wieder, den habgierigen Reichen Geld abzunehmen, um die Schätze sogleich wieder an Arme und Bedürftige zu verteilen. Dabei kommen den tollkühnen Abenteurern der gekonnte Umgang mit Pfeil und Bogen, ihre Verkleidungskünste und die Unzugänglichkeit ihrer Verstecke im Wald, dem berühmten Sherwood Forest, zugute.

Innerhalb der Ausstellung nahmen die Wölflinge auf dem Turnierplatz an einem Bogenschießturnier teil. Nach der Führung, bei der die Kinder viele Informationen über Robin Hood und wie man in seiner Zeit lebte bekamen, bastelten die Kinder in einem Workshop eine Robin-Hood-Kappe aus Filz. Abends dann legten einige Wölflinge nach dem Gottesdienstbesuch noch ihr Wölflingsversprechen ab. Hierfür erfuhren sie in den vergangenen Wochen jede Menge über: die Geschichte der Pfadfinder, über dessen Gründer Robert Baden-Powell, die Funktion der Kluft und des Halstuches, die Strukturen der DPSG, die Schutzheiligen der DPSG, den Pfadfindergruß, das Pfadfindergesetz und vieles mehr. Aus den Inhalten des ursprünglichen Versprechenstextes und dem Pfadfindergesetz bildeten sich die drei Prinzipien der Weltpfadfinderbewegung heraus, die bis heute Gültigkeit haben: Verantwortung gegenüber Gott, Verantwortung gegenüber anderen und Verantwortung gegenüber sich selbst. Diese drei Prinzipien spiegeln sich sowohl in den drei gestreckten Fingern des Pfadfindergrußes als auch in den drei Spitzen der Pfadfinderlilien wider.

Die Kinder hatten natürlich eigene Versprechenstexte verfasst, in denen das stand, was für sie wichtig ist. Als Ort ihres Versprechens wählten sie die katholische Kirche in Laudenbach und überlegten gemeinsam, wen sie gern bei ihrer Versprechensfeier dabei hätten. Diese wird bewusst feierlich gestaltet, um die Bedeutung und Wertschätzung des Versprechens zu stärken. Schließlich bekunden die Kinder, dass sie zur Weltgemeinschaft der Pfadfinder dazugehören möchten.

Nach der Feier ging es zurück in den Gruppenraum, um dort den Abend ausklingen zu lassen und nach der Grusel-Gute-Nacht-Geschichte die Nachtruhe zu genießen. Am nächsten Morgen räumten nach dem Frühstück noch alle gemeinsam auf, bevor es nach einem erlebnisreichen Wochenende wieder nach Hause ging.